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News 18 Polizisten der PSP wegen Folter und Rassismus angezeigt

Dieses Thema im Forum "Nachrichten aus Portugal" wurde erstellt von Manuela, 11 Juli 2017.

  1. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    18 Polizisten haben im Februar 2015 sechs Jugendliche in Cova da Moura, Amadora, sowohl physisch als auch psychisch brutal angegriffen und zwei Tage auf der Polizeistation festgehalten und misshandelt. Es handelt sich hierbei um einen Präzedenzfall in Portugal. Manche der Polizisten sind auch wegen Fälschung von Berichten angeklagt. In der Polizeistation haben sich alle Beamte an den Verbrechen beteiligt.

    Zunächst wurden die Jugendlichen von der PSP angezeigt, weil sie versucht hätten in die Polizeistation einzudringen, um einen anderen Jugendlichen zu befreien. Beamte der PJ stellten fest, dass diese Darstellung der Ereignisse nicht glaubhaft sein konnte, nachdem sie 30 Zeugenaussagen, Berichte der Disziplinarverfahren, die zuvor gegen die Polizisten der PSP eingeleitet worden waren, und medizinische Berichte ausgewertet hatten.

    Alles begann damit, dass seiner der Jugendlichen verhaftet und zur Polizeistation mitgenommen wurde. Er wurde mit gespreizten Armen und Beinen an eine Wand gestellt und mit den Worten: "Wieso lachst du, du Affe? Lehn dich an die Wand an!", beleidigt. Danach wurde er brutal zusammengeschlagen und fiel, aus Mund und Nase blutend, zur Seite.

    Die Organisation "Associação Moinho da Juventude", die sich um soziale Integration in diesem Wohnviertel kümmert, erfuhr von der Verhaftung und sechs Mitglieder gingen zur Polizeistation, um nach dem Verhafteten zu sehen. Dort wurden sie von den Polizisten angegriffen. Zwei schafften es zu fliehen. Ein weiterer Jugendlicher, der aus einem Handyladen neben der Polizeistation kam, wurde von den Polizisten ebenfalls in die Station gebracht. Auf einen der Jugendlichen gingen die Polizisten gezielt los und verprügelten ihn mit dem Knüppel.

    Allen wurden Handschellen angelegt und sie wurden mit den Worten: "Ihr werdet alle sterben, ihr Scheissschwarzen!", auf den Boden geworfen. Sie wurden geschlagen. Einer der Jugendlichen hatte mit 9 Jahren einen Schlaganfall erlitten und eine Lähmung davongetragen. Er rief um Hilfe und wurde von den Beamten noch mehr angegriffen: "Du bist nicht am Schlaganfall gestorben? Jetzt werde ich dirs geben, so dass du stirbst. Außerdem bist du ein schwarzportugiesischer Hurensohn."

    Die sechs Jugendlichen wurden zwei Tage in der Station festgehalten. Während dieser Zeit erlitten sie enorme physische und psychische Gewalt. Darunter waren Aussagen wie diese: "Ihr wisst gar nicht, wie ich eure Rasse hasse. Ich möchte euch alle auslöschen. Ihr solltet deportiert werden. Wenn´s nach mir ginge, würde man euch alle sterilisieren. Ihr solltet zum IS gehen. Dort würdet ihr, eure Rasse, euer Scheißviertel dann verschwinden."

    Am dritten Tag wurden sie dann dem Richter vorgeführt. Sie wurden zur Polizeistation zurückgebracht, wo Feuerwehrleute und der Notarzt hingeschickt wurden, um sie zum Krankenhaus zu bringen. Dort gab es eine letzte Szene, die von den untersuchenden Beamten registriert wurde. Eine Kommissarin wischte mit einem Mopp den Boden, um die Blutspuren, die durch die tätlichen Angriffe entstanden waren, wegzuwischen.

    Diese Fakten stehen im Widerspruch zur Aussage der Inspektion der internen Verwaltung (IGAI), die 7 von 9 Disziplinarverfahren mangels Beweisen gegen die Polizisten eingestellt hatte. Einer der Polizisten war 6 Monate suspendiert ein anderer versetzt worden. Der ganze Prozess war dann eingestellt worden, weil die Grundlage für weitere Disziplinarverfahren gefehlt habe.

    Ministério Público acusa PSP de racismo e tortura
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12 Juli 2017
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  3. Nassauer

    Nassauer Entusiasta Teilnehmer Stammgast

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    Und wie sieht die Gegenseite die Angelegenheit ?

    Vielleicht war es wirklich so, vielleicht aber auch nicht.o_Oo_O
    Portugal gilt bekanntermassen als das sicherstes Land in Europa. Das ist nicht zuletzt auf das konsequente Vorgehen der Polizei zurück zu führen.
    Wer sich Schmusepolizei wünscht ist in Deutschland besser aufgehoben.:skeptisch:

    Gruss
    Nassauer
     
  4. HenryHill

    HenryHill Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    hi,
    es ist so, sonst haette PR/MP inzwischen sicher keine anklage im o.g. sinne erhoben; wird in diesem sinne auch verurteil gibt es fuer die taeter >10 jahre staatsferien. insgesamt ist deine argumentation fragwuerdig- ignorant wenn nicht sogar falsch und sie zeugt auch nicht gerade von einem besonderen grad an kultur/menschlichkeit. liess' den artikel einfach nochmal, am besten im original und von zwei verschiedenen quellen und immer daran denken, es kann jeden erwischen- auch dich: dem hier wurden von einem polizop-beamten mit einem 'stahlbastao' die knochen zertruemmert waehrend sein 11 jaehriger sohn dabei zusehen musste

    Link nur für registrierte Nutzer sichtbar.

    greez
    henry
     
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  5. Vale verde

    Vale verde Amigo Teilnehmer

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    Die Portuguiesische Polizei ist halt keine polizei zum schmusen, das ist ja bekannt.

    schon zu meiner Schulzeit vor und nach 1975 haben wir schonmal eine von denen bekommen.
    Bis 1975 fand ich es in Lissabon schlimm, als jugendlicher nicht einfach. Nach 1975 war es in Évora, Sines und in Santiago do Cacém durch die GNR sehr gefährlich und korupt.

    In Portugal hat man schon respekt! :irre: :kotz:
     
  6. HenryHill

    HenryHill Lusitano Teilnehmer Stammgast

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    hi
    prima, zu einem besseren menschen hat es dich aber offensichtlich auch nicht gemacht. bis weit in die 80ziger, anfang 90ziger ging i.a.r. der zur polizei (psp/gnr), der auf grund seiner pessimistischen schulischen leistungen einfach kein besseres angebot hatte (einige mit cunha gingen auch zur EDP, das war ja damals noch oeffentlicher dienst und hatte zukunft;)

    respekt wird der executive/den polizop-organen in anderen laendern der zivilisierten welt auch gezollt; allerdings ist das in der mehrzahl ein 'positiver' respekt den sich die mitglieder der ausfuehrenden gewalt durch ensprechendes auftreten auch verdient haben; das hat mit praktiziertem rassismus, menschen quaelen, unterlassener hilfeleistung, dokumente faelschen u.a.m. absolut nichts zu tun.

    nachdem mir mit diesem satz 2012 von einem 57 jaehrigem psp-polizisten waehrend der bearbeitung eines leichten verkehrsunfalls das wort abgeschnitten wurde ... laeuft mein schema in kritischen situationen wie folgt ab:

    name und dienstnummer bitte! und dann gehts mit einem zeugen und dem anwalt der €500/h kostet weiter zur dienstaufsichtsbeschwerde mit anschliessendem disziplinarverfahren. i.a.r. ergeht danach noch das obligatorische entschuldigungsschreiben der behoerde mit der bitte um verstaendnis fuer den beamten (bleibt ohne juristische wirkung), lenkt mann an diesem punkt nicht ein wird der polizist verurteilt und zahlt die bis dahin enstandenen kosten.

    greez
    henry
    kleine korrektur dazu; hier die version von Link nur für registrierte Nutzer sichtbar.
     
  7. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Nassauer,


    Wie ganz oben in dem Artikel steht, wurde der Vorfall von der Gegenseite ganz anders dargestellt. Die Tatsachen wurden aber so verfaelscht, dass die angeklagten Polizisten sich nun auch wegen des Faelschens von Berichten verantworten muessen.

    Hier geht es um ueblen Rassismus und Machtmissbrauch. Ich kann nicht fassen, was du schreibst!!! Das kann doch nicht mit "konsequenter Vorgehensweise" bezeichnet und einer Schmusepolizei gegenueber gestellt werden!
    --- Folge-Nachricht angehängt, 11 Juli 2017, Datum der Originalnachricht: 11 Juli 2017 ---
    Cova da Moura recebe com alívio acusação do MP a polícias

    Im Viertel Cova da Moura wurde die Anklage der Polizisten mit Erleichterung aufgenommen. Es gibt den Bewohnern Hoffnung auf Gerechtigkeit. Die Leiterin der Organisation "Associação Moinho da Juventude" erwaehnt in dem Video, dass es regelmaessig zu Uebergriffen durch Polizisten komme. Diese wuerden auch angeklagt, doch die Verfahren nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
     
  8. Carlos Teixeira Schmidt

    Carlos Teixeira Schmidt Amigo Teilnehmer

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    Vielleicht sind die Polizeiopfer zweimal am Tag in die Kirche gegangen...
    Im Zweifel bin ich an der seite der Polizei, tut es mir leid...
     
  9. Manuela

    Manuela Super-Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Carlos,

    kann man im Zweifel auf irgendeiner Seite sein?

    Momentan ist die Beweislast jedenfalls fuer die angeklagten Polizisten ziemlich erdrueckend, sonst waere der Fall auch nicht wieder ausgegraben worden. Die Disziplinarverfahren waren já schon alle archiviert.

    Aber natuerlich muss der Fall erst verhandelt werden und erst dann wird man sehn, was wirklich herauskommt. Ich geh mal davon aus, dass das Gericht auch gerecht entscheiden wird.
     
  10. Carlos Teixeira Schmidt

    Carlos Teixeira Schmidt Amigo Teilnehmer

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    Doch kann man!!
    Wenn man zur Polizeistelle genommen wird ist nicht vom beten...
    Die Poizei hat mich nie mitgenommen und ich weiss warum!!!
     
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  11. Iris_K

    Iris_K Super-Moderator Mitarbeiter

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    Also begrüßt Du Selbstjustiz durch Polizisten???

    Denk mal an den Benfica-Fan der vor seinem Kind zusammengeschlagen wurde, vielleicht kannst Du Dich mit dem eher identifizieren...
     
  12. PEPI

    PEPI Amador Teilnehmer Stammgast

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    @ Carlos Teixeira Schmidt

    Na,da ist aber einer sehr selbstzufrieden.
    Vielleicht hast Du bisher Glück gehabt,
    oder die passende / fehlende Hautfärbung.
    Oder es liegt an Deinem XY Wissen ?
    Wer weiß.

    Grundsätzlich gehört Machtmissbrauch bei Nachweis
    sehr hart bestraft. Auch wenn dies für manche Männer
    (und Frauen) ein für sie trauriger Einschnitt /Abschied von
    Ihren Gewaltphantasien darstellt.

    PEPI
     
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